Dienstag, 3. Juni 2014

Scheinträchtigkeit bei Hündinnen


Hallo Zusammen,

da das Thema "Scheinträchtigkeit" bei uns gerade aktuell ist dachte ich, ich teile es mit euch.

Subira ist nämlich gerade Scheinschwanger. Sie war Anfang April läufig und befindet sich jetzt mitten in der "Schwangerschaft".

Aber was bedeutet Scheinträchtigkeit?

Bei der Scheinträchtigkeit gaukeln die Hormone der Hündin vor sie wäre trächtig. Die Hormone sorgen dafür das sich der Körper und die Psyche der Hündin auf Welpen einstellt. 

Symptome:


  • Schläfrigkeit und großes Schlafbedürfnis.
  • Verringerter Spieltrieb.
  • Milchbildung ( Gesäuge wächst ).
  • Am Anfang sehr großer Appetit der immer mehr abschwächt ( kurz vor der "Geburt" wird gar nicht mehr gefressen ).
  • Aggressionen gegenüber gleichgeschlechtlicher Artgenossen.
  • Verhaltens- und Wesensveränderungen.
  • Nestbau ( Kuscheltiere und Spielzeug wird dabei gesammelt, bewacht und bemuttert ).
  • Die Hündin jammert und fiebt sehr viel.
  • Reduziertes Bewegungsbedürfnis.
  • Sehr anhänglich und vermust ( die Hündin möchte auf einmal nicht mehr alleine sein ).
  • Durch das schlechte Fressen Gewichtsverlust.
  • Lustlos aber unruhig.
  • Manche Hündinen entwickeln Depressionen. 
Dies ist nur eine kleine Auswahl von Symptomen. Bei jeder Hündin sind diese unterschiedlich stark ausgeprägt. Außerdem zeigt nicht jede Hündin jedes dieser Symtpome, sondern ist bei jedem Hund unterschiedlich. 

Ursachen:

Schuld an der Scheinschwangerschaft sind Hormonveränderung während der Läufigkeit. Eine Scheinschwangerschaft tritt ungefähr 6 - 8 Wochen nach der Läufigkeit auf. Das Hormon "Progesteron" fällt enorm ab, gleichzeitig steigt der Prolaktin-Spiegel. Diese Ungleichheit sorgt dafür das das Drüsengewebe des Gesäuges wächst. So wird die Milchbildung angeregt und signalisiert der Hündin das sie trächtig ist.

Was tun? Wie kann ich meiner Hündin helfen?


  • Ein Tierarztbesuch ist nicht immer nötig. Sollte die Hündin aber Milch geben oder sehr leiden, würde ich auf jedenfall zu einem Tierarzt gehen, da es Medikamente gegen die Milchbildung gibt und die Scheinträchtigkeit somit schnell abklingt. 


  • Außerdem ist es sehr wichtig das man in dieser Zeit die Hündin mit Bewegung ablenkt. Schöne, lange Spaziergänge sind empfehlenswert. Hundesport würde ich bedingt machen, je nachdem wie die Hündin drauf ist. Bewegung ist hier das A und O. 


  • Des Weiteren ist es wichtig, Spielzeug und Kuscheltiere so früh wie möglich zu entfernen damit die Hündin gar nicht erst die Chance bekommt sie zu bemuttern. 


  • Auf das jammern und fiepen nicht eingehen. Man verstärkt dadurch nur das Gefühl das etwas nicht in Ordnung ist. Eine Schwangerschaft ( auch eine Scheinschwangerschaft ) ist keine Krankheit. 

  • Fressverhalten: Am Anfang der Scheinträchtigkeit ist der Appetit sehr groß. Die Hündin versucht Energie und Reserve anzulegen. Am besten füttert man hier ganz normal wie man es immer macht. Der Hund kann sonst schnell übergewichtig werden. Auch wenn der Hund vielleicht mehr bettelt als sonst und nicht satt zu sein scheint, stark bleiben. Gegen Ende der Schwangerschaft stellt die Hündin dann das Fressen ein. Keine Angst, jeder Hund hat Reserven die er nutzen kann. Tipp: Keine Extrawürstchen anbieten... die Scheinträchtigkeit geht vorbei, doch der Hintergedanke "wenn ich nichts fresse kriege ich was besseres" bleibt und man erzieht sich einen Mäckelhund. Das nichtfressen ist ein natürliches Verhalten und geht wieder vorbei. 

  • Gesäuge beobachten. Wenn die Hündin zu stark leckt kann sich das Gesäuge entzünden. Dann muss ein Tierarzt aufgesucht werden. 

Eine Hündin muss nach der Läufigkeit nicht Scheinträchtig werden. Es ist bei jedem Hund unterschiedlich. 

Bei Subira treten fast alle oben genannten Symptome auf. Die Milchbildung war so stark das sie dagegen Medikamente bekommt. In ungefähr 2 Monaten sind die Hormone so normalisiert das sie kastriert werden kann.

Wenn eine Hündin zu oft Scheinschwanger wird kann es passieren das jedes mal kleine Krebszellen zurückbleiben. Deswegen rät jeder Tierarzt zur Kastration wenn eine Hündin Scheinträchtig war. 

Ich hoffe Subira hat es bald geschafft. Es ist nämlich ganz schön anstrengend. 

Wie gesagt, bin ich kein Tierarzt oder Profi. Dies sollen nur ein paar Tipps sein. 


Bis zum nächsten Mal.




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