Freitag, 13. Juni 2014

Erste Hilfe beim Hund: Wespen- oder Bienenstich



Hallo ihr Lieben,


Subira hat sich gestern im Garten mit einer Wespe herumgeärgert. Zum Glück wurde sie nicht gestochen, doch was tun wenn der Hund von einer Biene oder Wespe gestochen wird? 

Symptome:


  • Pusteln oder Quaddeln bilden sich am ganzen Körper.
  • Der Körper sieht angeschwollen bzw. aufgedunsen aus. 
  • Die Nasen- und Rachenschleimhaut ist angeschwollen und der Hund atmet angestrengt ( absoluter Notfall, da Erstickungsgefahr droht! ).
  • Augenlider und/ oder Lefzen schwellen an. 
  • Der Hund wird unruhig. 

Alle Symptome treten dabei unterschiedlich stark und häufig auf. Natürlich müssen bei einem einfachen Stich auch keine dieser Symptome auftreten. 

Besonders gefährliche Bereiche sind Zungen- und Rachenbereich, da durch starke Anschwellung Erstickungsgefahr droht. Dann natürlich sofort einen Tierarzt aufsuchen. 

Was tun?

Die Stelle mit einem Kühlelement ( ggf. auch Strumpf mit Eiswürfeln, Handtuch oder ähnliches ) sofort kühlen. Sollte man unterwegs sein kann man auch mit kaltem Wasser kühlen. Wenn der Hund in die Pfote gestochen wurde macht man ihm am Besten einen nasskalten Wickel um den Juckreiz zu mildern. 
Man kann auch Gels für Menschen ( zum Beispiel "Fenistilgel" ) benutzen. Hier muss man nur darauf achten das der Hund es nicht ableckt. Das Gel kühlt und nimmt für eine Weile den Juckreiz. 
Sollte ein Stachel zu sehen sein, diesen sofort entfernen.

Wenn man die betroffene Stelle gekühlt hat und der Hund keine Schmerzen oder ähnliches zeigt und die Stelle nicht zu sehr angeschwollen ist, ist nicht ungebdingt ein Tierarztbesuch erforderlich. 

Gefährlich wird es, wenn der Hund einen Allergieschock erleidet. Dann muss man sofort einen Tierarzt aufsuchen!

Symptome:


  • Der Hund ist sehr schlapp und hat einen schwankenen Gang.
  • Der Hund erbricht ( manchmal auch einen breiigen bis wässrigen Kot ).
  • Oberflächliche Atmung.
  • Er verliert komplett das Stehvermögen.
  • Die Beine des Hundes fühlen sich meistens kalt an.
  • Die Schleimhäute sind bläulich verfärbt oder blass.

Was tun?

Den Hund in eine warme Decke oder Alufolie einwickeln, damit er nicht auskühlt und sofort einen Tierarzt aufsuchen - der Hund schwebt bei einem Allergieschock in Lebensgefahr.

Er benötigt dringend einen venösen Zugang mit Infusionen, Antihistaminika und Kortison. 

Die Wahrscheinlichkeit das ein Hund gestochen wird ist sogar höher als bei Menschen, da Hunde in Bienen oder Wespen keine Gefahr sehen und bei ihren Erkundungstouren einfach unbedacht durch das Gras streifen. 

In den meisten Fällen ist ein Stich, wie bei uns Menschen auch, harmlos. Sollte man aber irgendein schlechtes Gefühl haben, lieber einmal zu viel zum Tierarzt als zu wenig ;)

So, nun wünsche ich euch noch einen schönen Restabend :) 

Bis zum nächsten mal.









Freitag, 6. Juni 2014

Fotos II: Neue Kamera ausprobieren :)


Hallo Zusammen :) 

Ich wollte hier nochmal ein paar Fotos mit euch teilen :) 






Außerdem habe ich hier 2 Blogvorstellungen bei denen ich mein Glück versuche :)





Zwei sehr schöne Blogs :)  





Mittwoch, 4. Juni 2014

Fotos I: Sie ist eine junge Dame geworden


Hallo,

hier ein paar aktuelle Fotos von Subira die wir vor ungefähr 2 Wochen gemacht haben.




 

Nur eine kleine Auswahl :)

Subira geht es heute schon ein kleines bisschen besser. Fressen ist immer noch schwierig, aber ich denke das holt sie ganz schnell wieder auf. 

Bis zum nächsten mal :)




Dienstag, 3. Juni 2014

Scheinträchtigkeit bei Hündinnen


Hallo Zusammen,

da das Thema "Scheinträchtigkeit" bei uns gerade aktuell ist dachte ich, ich teile es mit euch.

Subira ist nämlich gerade Scheinschwanger. Sie war Anfang April läufig und befindet sich jetzt mitten in der "Schwangerschaft".

Aber was bedeutet Scheinträchtigkeit?

Bei der Scheinträchtigkeit gaukeln die Hormone der Hündin vor sie wäre trächtig. Die Hormone sorgen dafür das sich der Körper und die Psyche der Hündin auf Welpen einstellt. 

Symptome:


  • Schläfrigkeit und großes Schlafbedürfnis.
  • Verringerter Spieltrieb.
  • Milchbildung ( Gesäuge wächst ).
  • Am Anfang sehr großer Appetit der immer mehr abschwächt ( kurz vor der "Geburt" wird gar nicht mehr gefressen ).
  • Aggressionen gegenüber gleichgeschlechtlicher Artgenossen.
  • Verhaltens- und Wesensveränderungen.
  • Nestbau ( Kuscheltiere und Spielzeug wird dabei gesammelt, bewacht und bemuttert ).
  • Die Hündin jammert und fiebt sehr viel.
  • Reduziertes Bewegungsbedürfnis.
  • Sehr anhänglich und vermust ( die Hündin möchte auf einmal nicht mehr alleine sein ).
  • Durch das schlechte Fressen Gewichtsverlust.
  • Lustlos aber unruhig.
  • Manche Hündinen entwickeln Depressionen. 
Dies ist nur eine kleine Auswahl von Symptomen. Bei jeder Hündin sind diese unterschiedlich stark ausgeprägt. Außerdem zeigt nicht jede Hündin jedes dieser Symtpome, sondern ist bei jedem Hund unterschiedlich. 

Ursachen:

Schuld an der Scheinschwangerschaft sind Hormonveränderung während der Läufigkeit. Eine Scheinschwangerschaft tritt ungefähr 6 - 8 Wochen nach der Läufigkeit auf. Das Hormon "Progesteron" fällt enorm ab, gleichzeitig steigt der Prolaktin-Spiegel. Diese Ungleichheit sorgt dafür das das Drüsengewebe des Gesäuges wächst. So wird die Milchbildung angeregt und signalisiert der Hündin das sie trächtig ist.

Was tun? Wie kann ich meiner Hündin helfen?


  • Ein Tierarztbesuch ist nicht immer nötig. Sollte die Hündin aber Milch geben oder sehr leiden, würde ich auf jedenfall zu einem Tierarzt gehen, da es Medikamente gegen die Milchbildung gibt und die Scheinträchtigkeit somit schnell abklingt. 


  • Außerdem ist es sehr wichtig das man in dieser Zeit die Hündin mit Bewegung ablenkt. Schöne, lange Spaziergänge sind empfehlenswert. Hundesport würde ich bedingt machen, je nachdem wie die Hündin drauf ist. Bewegung ist hier das A und O. 


  • Des Weiteren ist es wichtig, Spielzeug und Kuscheltiere so früh wie möglich zu entfernen damit die Hündin gar nicht erst die Chance bekommt sie zu bemuttern. 


  • Auf das jammern und fiepen nicht eingehen. Man verstärkt dadurch nur das Gefühl das etwas nicht in Ordnung ist. Eine Schwangerschaft ( auch eine Scheinschwangerschaft ) ist keine Krankheit. 

  • Fressverhalten: Am Anfang der Scheinträchtigkeit ist der Appetit sehr groß. Die Hündin versucht Energie und Reserve anzulegen. Am besten füttert man hier ganz normal wie man es immer macht. Der Hund kann sonst schnell übergewichtig werden. Auch wenn der Hund vielleicht mehr bettelt als sonst und nicht satt zu sein scheint, stark bleiben. Gegen Ende der Schwangerschaft stellt die Hündin dann das Fressen ein. Keine Angst, jeder Hund hat Reserven die er nutzen kann. Tipp: Keine Extrawürstchen anbieten... die Scheinträchtigkeit geht vorbei, doch der Hintergedanke "wenn ich nichts fresse kriege ich was besseres" bleibt und man erzieht sich einen Mäckelhund. Das nichtfressen ist ein natürliches Verhalten und geht wieder vorbei. 

  • Gesäuge beobachten. Wenn die Hündin zu stark leckt kann sich das Gesäuge entzünden. Dann muss ein Tierarzt aufgesucht werden. 

Eine Hündin muss nach der Läufigkeit nicht Scheinträchtig werden. Es ist bei jedem Hund unterschiedlich. 

Bei Subira treten fast alle oben genannten Symptome auf. Die Milchbildung war so stark das sie dagegen Medikamente bekommt. In ungefähr 2 Monaten sind die Hormone so normalisiert das sie kastriert werden kann.

Wenn eine Hündin zu oft Scheinschwanger wird kann es passieren das jedes mal kleine Krebszellen zurückbleiben. Deswegen rät jeder Tierarzt zur Kastration wenn eine Hündin Scheinträchtig war. 

Ich hoffe Subira hat es bald geschafft. Es ist nämlich ganz schön anstrengend. 

Wie gesagt, bin ich kein Tierarzt oder Profi. Dies sollen nur ein paar Tipps sein. 


Bis zum nächsten Mal.




Erste Hilfe beim Hund: Ohrenschmerzen


Hallo ihr Lieben,

heute geht es um das Thema Ohrenschmerzen. Was mache ich wenn der Hund Ohrenschmerzen hat? Wie äußern sich Ohrenschmerzen und warum hat mein Hund Schmerzen?

Symptome:


  • Der Hund schüttelt auffallend häufig den Kopf und kratzt an den Ohren.
  • Ohrmuschel und/ oder Gehörgang sind gerötet eventuell auch angeschwollen.
  • Der Hund zeigt Schmerzverhalten wenn man das Ohr anfässt. 
  • Bei einer Ohrenentzündung sind die Innenseiten des Ohres dreckig, oft wird bräunlich-schwarzer, gelegentlich auch gelblich-eitriger Ohrschmalz in der Ohrmuschel und im Gehörgang festgestellt.Manchmal stinkt das Ohr auch.

Mögliche Ursachen:

  • Fremdkörper im Ohr
Zum Beispiel Grashalme können in das Ohr eindringen. Sollte man den Fremdkörper sehen können und ihn leicht erreichen, kann man versuchen ihn selber herauszuziehen. Ich würde aber trotzdem empfehlen das man zum Tierarzt geht bevor man im Ohr etwas kaputt macht. 
  • Ohrenentzündung
Das Ohr eines Hundes kann sich leicht entzünden. Oft ist dann Antibiotika und spezielle Ohrentropfen nötig. 
  • Milben
Ohrmilben verursachen eine allergische Reaktion im Ohr. Die Anzahl der Milben ist beim Hund meist sehr gering. Katzen dagegen haben oft sehr viele Milben. Beim Hund reichen schon 2-3 Milben aus um eine Entzündung hervorzurufen. 
  • Hefen und Bakterien
Auch in einem gesunden Ohr befinden sich Bakterien. Das häufigste Bakterium bei chronischen Entzündungen sind die sogenannten "Pseudomonaden", die gegen viele Antibiotika resistent sind.
  • Überempfindlichkeit  
Meistens Allergien zum Beispiel gegen Futter oder Medikamente. Allergien führen zu Hautveränderungen und können auch im Ohr auftreten. In diesem Fall sind immer beide Ohren betroffen. Manchmal ist ein gereitzes oder entzündetes Ohr das einzige Symtpom für eine Allergie. 
  • Prädisponierende Faktoren
Prädispondierende Faktoren sind zum Beispiel ein verengter Hörkanal, Haare im Ohr oder vermerhte Ohrenschmalzproduktion. Diese Dinge führen dazu das der Gehörkanal verstopft.

Was tun?

Ich würde bei Anzeichen von Ohrenschmerzen auf jedenfall einen Tierarzt aufsuchen. Ohrmilben oder eine Ohrenentzündung müssen in jeden Fall mit Medikamenten behandelt werden. Bei einer allergischen Reaktion muss dringend der Grund herausgefunden und behandelt werden. Bei einer Futtermittelallergie muss unbeding das Futter umgestellt werden. 

In Zoomärkten gibt es spezielle Ohrentropfen die man zur Reinigung verwenden kann. Man kann versuchen mit diesen Tropfen vorzubeugen und das Ohr sauber zu halten. Ich kontrolliere Subiras Augen und Ohren täglich. Subira hat weder viele Haare im Ohr noch eine große Ohrenschmalzproduktion, sodass ich ihr Ohr eigentlich nie reinige. Bei Hunden die aber sehr leicht "dreckige" Ohren bekommen würde ich mit der Ohrenreinigung vorbeugen. Dies ist natürlich nur zur Unterstützung gedacht und keine Garantie.
Aber Achtung: Niemals mit Wattestäbchen in das Ohr gehen!! 

Ich hoffe diese kleine Serie "Erste Hilfe" gefällt euch und hilft euch im Fall der Fälle ein bisschen weiter :) 

Bis zum nächsten Mal.

PS. Ich bin kein Tierarzt oder Profi. Dies soll nur eine kleine Hilfe ein....am Besten man sucht im Zweifelsfall immer einen Tierarzt auf.